Informationen zu meinen persönlichen Interessen auf kulturellem Gebiet
Die von mir besuchten kulturellen Veranstaltungen aus der Zeit vor 1972 sind auf konventionellem Wege nicht dokumentiert und insofern auch online hier nicht verfügbar.
Für die folgenden Dokumente gilt: Diakritische Zeichen (z.B. in Namen) werden generell der schreibtechnischen Einfachheit halber weggelassen; mit dem gelegentlich verwendeten Zeichen ">" wird ein Hinweis auf eine Person oder einen Sachverhalt gegeben.
Theaterbesuche (1) 1972 - 1977 PDF
Theaterbesuche (2) 1977 - 1983 PDF
Theaterbesuche (3) 1983 - 1987 PDF
Theaterbesuche (4) 1987 - 1991 PDF
Theaterbesuche (5) 1991 - 2009 PDF
Theaterbesuche (6) 2009 - 2023 PDF
Die weitere schriftliche Fixierung von Theaterbesuchen erfolgt hier:
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Opernbesuche (1) 1972 - 1981 PDF
Opernbesuche (2) 1981 - 1984 PDF
Opernbesuche (3) 1984 - 1991 PDF
Opernbesuche (4) 1991 - 2013 PDF
Opernbesuche (5) 2013 - 2021 PDF
Opernbesuche (6) 2021 - 2024 PDF
Die weitere schriftliche Fixierung von Opernbesuchen erfolgt hier:
244) 18.04.2025 Hamburgische Staatsoper/ Parsifal (Richard Wagner)
Kommentar:
Richard Wagner: Parsifal - "Erlösung dem Erlöser" (eine kurze Verlautbarung anlässlich der Aufführung an der Hamburgischen Staatsoper am 18. April 2025)
Mit dem Titel "Parsifal" verbinden sich für den interessierten Opernbesucher sowohl im Hinblick auf Fachdiskurse wie auch auf manche Alltagsgespräche neben anderen Aspekten gerade die am Schluss des Werkes vom Chor leise vorgetragenen Worte "Höchsten Heiles Wunder! Erlösung dem Erlöser!", hier als kurzes Zitat, das im Bereich der "Parsifal"-Rezeption - derzeit in Hamburg - besondere Aufmerksamkeit findet und dem, wie sich wohl mit Recht vermuten lässt, ein nicht unerheblicher Bekanntheitsgrad durchaus zuzusprechen ist.
So wird auch in der sog. digitalen Zeitung "der Freitag" ein bildungsbürgerlich geprägter, feuilletonistisch aufgemachter Artikel unter dem Titel "Erlösung für Richard Wagner" dargeboten. Dabei geht es um einen Schriftsatz, der sich als verhältnismäßig kompakt präsentiert und sich in diesem Zusammenhang auf diverse kulturrelevante Aspekte im Schreibstil vor allem essayistisch einlässt. Auch dürfte der Verfasser des soeben angesprochenen Beitrages von der Annahme ausgehen, der wohlwollende, zudem kulturell hinreichend gebildete Leser wisse schon im Wesentlichen Bescheid, worum es im Grundsatz geht, d.h. welche Gesichtspunkte, welche inhaltlichen Ansätze und Sachverhalte in dem hier kommentierten Schriftsatz der sog. "Freitag-Community" wohl besonders relevant seien. Und dies gerade in Lesesituationen, wenn der eine oder andere bildungsbezogene Aspekt in der schriftlichen Darbietung lediglich nur angedeutet oder knapp skizziert wird, der Text damit einem - wie oben gesagt - essayistischen Modus der Präsentation treu bleibt und nicht etwa im Zuschnitt rationalistischer Manier in Bereiche wissenschaftlicher Analyse und ausführlicher inhaltlicher Darlegung gewissermaßen abdriftet. Man schaue hier: https://www.freitag.de/autoren/thomas-w70/erloesung-fuer-richard-wagner
Der vorliegende, soeben erwähnte Text "Erlösung für Richard Wagner" von 2016 stellt, dies sei noch einmal knapp zusammengefasst, einen Aufsatz dar, der auf nicht unerhebliche Bildungskenntnisse rekurriert, inhaltliche Relevanz beansprucht, dabei Wissbegier und kulturelles Verständnis erfordert. Er wirft überdies natürlich auch zumindest implizit Fragen auf, so selbstverständlich mit Bezug auf die im Mittelpunkt mancher Reflexionen stehende kryptische Formel "Erlösung dem Erlöser", die in ihrer an sich durchaus zu erschließenden, gleichwohl keinesfalls stets hingenommenen relativen Eindeutigkeit zu entsprechenden Spekulationen weiterhin Anlass geben dürfte.
Dass Wagner "sowohl der Erlöser als auch der Erlöste" ist, mag wohl gerade im Hinblick auf eine eventuell versteckte Ironie dieses Satzes, vielleicht auch bezüglich einer dem Komponisten gerechter- oder auch ungerechterweise zugesprochenen Überheblichkeit eine letztendlich keinesfalls irrelevante Feststellung sein. Der Hinweis des ohne weitere Nachforschungen zunächst anonym bleibenden Autors mit seinem hier in Rede stehenden Beitrag in der eingangs erwähnten Zeitung, genauer gesagt seine Formulierung "auch Dante und Goethe tun im Grunde nichts anderes, wenn sie sich in der eigenen Dichtung selber in den Himmel aufsteigen lassen", dürfte in dieser ein wenig respektlos einfache und schlichte Worte wählenden Zuweisung ebenso simplifizierend wie im Grunde genommen auch herabwürdigend wirken. Der Schlusssatz bietet sich gehaltvoller dar, gibt er doch mit dem Hinweis auf den "tiefste(n) Urgrund menschlicher Selbsterfahrung", mit dem "narzisstische(n) Ur-Impuls, dass das Objekt nicht ohne das Subjekt sein kann", mit der "Doppelidentität von Amfortas und Parsifal", in der die "Illusion einer Wiedergeburt durch die Vertauschung von Subjekt und Objekt erzeugt" wird, hinreichend Möglichkeiten zum Nachdenken, dem mit weiteren hier zu leistenden, inhaltlich ausgreifenden Deutungsversuchen, mit unter Umständen lediglich gewagten Spekulationen und Interpretationsansätzen nicht vorgegriffen werden soll.
So sei mit den Worten des in Anspruch genommenen Internet-Artikels der "Freitag Community" für den hier vorliegenden Beitrag "Richard Wagner: Parsifal - ,Erlösung dem Erlöser' " mit seinem Anlass zum Nachdenken dann gewissermaßen der Schlusspunkt gesetzt, dabei ein bereits erwähnter Gedanke noch einmal kurz aufgegriffen und dem Leser zur Reflexion anheimgestellt. Dass hier ein wenig Wiederholung in den Blick gerät, dürfte verzeihlich sein:
"Die Strahlkraft dieser Kunst rührt eben daher, dass sie ohne Filter einen Blick auf den Urgrund der menschlichen Erfahrung freigibt. Und der tiefste Urgrund menschlicher Selbsterfahrung ist der narzisstische Ur-Impuls, dass das Objekt nicht ohne das Subjekt sein kann. In der Doppelidentität von Amfortas und Parsifal wird die Illusion einer Wiedergeburt durch die Vertauschung von Subjekt und Objekt erzeugt, eine Erlösung zum ewigen Leben."
So endet der in Anspruch genommene Internet-Aufsatz - inhaltlich/stilistisch mit Sicherheit nicht ohne Überlegung seitens seines Verfassers - dabei durchaus mit einer gewissen Indifferenz, das eigentliche Bezugsfeld "Parsifal" gewissermaßen überschreitend, mit einer letztlich allseits bekannten Formulierung, die die spezielle Alltagsrealität sprengt, auf Metaphysisches hinweist, auf Nachdenklichkeit sowie Zuversicht zielt und aus diesem Grunde hier noch einmal abschließend wiederholt sei - es geht um die schlichten Worte, die dem Chorsatz "Höchsten Heiles Wunder! Erlösung dem Erlöser" am Ende des Werkes im Geiste (!) hinzuzufügen sind:
"Erlösung zum ewigen Leben",
und dies dürfte wohl in letzter Konsequenz mehr bedeuten und ausdrücken als die "Illusion einer Wiedergeburt durch die Vertauschung von Subjekt und Objekt".
Michael Pleister, d.15.05.2025
245) 28.03.2026 Hamburgische Staatsoper/ Lohengrin (Richard Wagner)
Kommentare:
Richard Wagner: Lohengrin (eine kurze Verlautbarung anlässlich der Aufführung an der Hamburgischen Staatsoper)
"Peter Konwitschnys Hamburger Lohengrin-Inszenierung von 1998 besticht durch Unmittelbarkeit. Sie schafft zeitgeschichtliche Parallelen und übersetzt die nationalistische Begeisterung der Handlung in die wilhelminische Begeisterung für den Nationalsozialismus kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs." (Quelle: Eigentlich kommt er in Frieden/ Internet)
Ist es für angemessen zu halten, hier im Hinblick auf die Oper von einer "nationalistischen begeisterung der Handlung "zu sprechen, die angeblichübersetzt wird "in die wilhelminische begeiterung für dennationalsozialismus kurz vor Ausbruch des ErstenWeltkriegs?" (Quelle: eigentlich kommt er in Frieden) Kann man ernsthaft von einer Begeisterung für den Nationalsozialismus und damit natürlich für den Faschismus deutscher Variante schon im deutschen Kaiserreich sprechen?
Hier noch einmal die Aussage der Gesprächsführerin Teresa Grenzmann insgesamt in ihrem Dialog mit Klaus Florian Vogt: "Peter Konwitschnys Hamburger Lohengrin-Inszenierung von 1998 besticht durch Unmittelbarkeit. Sie schafftzeitgeschichtliche Parallelen und übersetzt die nationalistische Begeisterung der Handlung in die wilhelminische Begeisterung für den Nationalsozialismus kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Sie (gemeint ist der Ansprechpartner K.F. Vogt) haben sich immer sehr lobend über diesen Ansatz geäußert." (Quelle: Eigentlich kommt er in Frieden/ Internet)
Wer sich von den oben aufgeführten Fragen angesprochen fühlt, mag recherchieren und dabei auch das Internet konsultieren. Dort heißt es u.a. im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus:
"Die historische Forschung sieht in der Tat wesentliche Kontinuitätslinien zwischen dem wilhelminischen Kaiserreich (1888-1918) und dem nationalsozialistischen Staat (1933-1945), auch wenn es sich um unterschiedliche politische Systeme handlte, Motive, Ideologien und Akteure des wilhelminischen Imperialismus prägten die visionen der Nationalsozialisten." (Quelle/ Internet)
Eine notwendige Differenzierung erfolgt:
"Trotz dieser Parallelen war die Begeisterung 1914 primär monarchisch-patriotisch, während der spätere Nationalsozialismus eine radikale, antidemokratische Bewegung war, die sich erst in der Weimarer Republik formierte. Dennoch war das "Dritte Reich" ohne das Erbe des Kaiserreichs, das die strukturellen Voraussetzungen schuf, undenkbar." (Quelle/ Internet)
"Die wilhelminische Ära kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs (ca. 1910-1914) war keineswegs eine Zeit der Begeisterung für den Nationalsozialismus als organisierte politische Partei, da diese erst später entstand. Jedoch waren wesentliche ideologische elemente des Nationalsozialismus - insbesondere radikaler Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und imperialistisches machtstreben - in der wilhelminischen Gesellschaft bereits tief verwurzelt." (Quelle/ Internet)
Und welche erläuternden Textpassagen wären in dem Artikel "Über die Inszenierung" von Laura Schmidt geeignet, wenn man die Handlung in ihrer Inszenierung von Konwitschny zugrunde legt? "Konwitschny situiert die Oper in einem überdimensionierten Klassenzimmer aus wilhelminischer Zeit, mit alten Schulbänken, Schiefertafel und Katheder. Das Publikum erlebt Pennäler, Jugendliche, die sich nach Orientierung und Antworten sehnen, offen sind für eine charismatische Erlösergestalt, die sie im erwachsenen Lohengrin zu finden glauben. (...) Humorvoll, spielerisch, gleichzeitig scharf in der Analyse von Wagners 1850 uraufgeführter Partitur spürt die Produktion präfaschistischen Tendenzen nach, webt gleichsam die spätere deutsche Geschichte mit zwei Weltkriegen und zwölf Jahren nationalsozialistischer Diktatur in die Inszenierung ein. Denn, so Konwitschny, man könne Lohengrin nicht ohne diese historischen Erfahrungen zur Kenntnis nehmen, wolle man heute noch seine Botschaften greifbar machen." (L. Schmidt, Über die Inszenierung/ https://www.die-hamburgische-staatsoper.de/de/programm/oper/177-lohengrin)
246) 01.05.2026 Hamburgische Staatsoper/ Elektra (Richard Strauss)
247) 30.05.2026 Hamburgische Staatsoper/ Luisa Miller (Giuseppe Verdi)
248) 07.06.2026 Hamburgische Staatsoper/ Tristan und Isolde (Richard Wagner)
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Im Zusammenhang mit dem Opernkomponisten Richard Wagner ist der Politikwissenschaftler Udo Bermbach zu nennen, der sich als Wagner-Experte einen Namen gemacht hat.
Die im Folgenden dargebotenen Textauszüge liefern lediglich gedankliche Anstöße. Weitergehende Auseinandersetzungen zum Thema "Richard Wagner" können hier nicht geführt werden.
- Bei Wikipedia lassen sich unter dem Eintrag "Udo Bermbach", dort unter der Überschrift "Positionen" und dem Stichwort "Richard Wagner" folgende Sätze nachlesen: PDF (Wikipedia/ Textauszug/ letzter Abruf: 30.04.2020)
- Ein Beitrag von U. Bermbach im Programmheft der Hamburgischen Staatsoper zu Wagners Oper "Der fliegende Holländer" findet sich in kurzen Ausschnitten hier: PDF Der fliegende Holländer: Ouvertüre, Matrosenchor hier/PDF
- Weitere Veröffentlichungen Bermbachs zu R. Wagner sowie Weblinks mit den Möglichkeiten der Literaturrecherche siehe ebenfalls u.a. bei Wikipedia
- Verlautbarungen von Thomas Mann, Theodor W. Adorno und Marcel Prawy zu Richard Wagner siehe hier/PDF (vgl. Wikipedia: Richard Wagner/ letzter Textabruf: 30.04.2020)
- Noch einmal Thomas Mann zu Richard Wagner hier/PDF
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Die nachfolgenden Angaben sind stärker noch als die Darlegungen bezüglich Theater und Oper skizzenhaft dokumentiert. Nähere Ausführungen zu den genannten Werken der Musik, auch zu den Komponisten und Dirigenten sind bei Bedarf der einschlägigen Literatur zu entnehmen. Die Beschränkung der Informationen auf eine Zeile pro Datum und Veranstaltung in den folgenden PDF-Dateien machte z.T. Wortabkürzungen, die jeweils unterschiedlich ausfallen können (z.B. "Sinf." oder "Sin." für "Sinfonie"), und zumeist auch weitere inhaltliche wie formale Reduzierungen notwendig.
Konzertbesuche (1) 1973 - 1979 PDF
Konzertbesuche (2) 1979 - 1983 PDF
Konzertbesuche (3) 1983 - 1987 PDF
Konzertbesuche (4) 1987 - 1990 PDF
Konzertbesuche (5) 1990 - 1997 PDF
Konzertbesuche (6) 1997 - 2022 PDF
Die weitere schriftliche Fixierung von Konzertbesuchen erfolgt hier:
255) 25.12. 2025/ St. Michaelis (Hamburg)/ J.S. Bach, Weihnachtsoratorium Kantate 1 (In: Krippenandacht)
256) 28.12.2025/ St. Michaelis (Hamburg)/ J.S. Bach, Weihnachtsoratorium Kantate 3 (In: Krippenandacht)
Ergänzungen und Anmerkungen zu den Konzertbesuchen:
1) Solisten bei folgenden oben aufgezählten Konzerten:
04.07.1986: Andrzej Ratusinski (Klavier)
06.07.1986: Balazs Szokolay (Klavier)
29.02.1988: Andrea Lucchesini (Klavier)
17.08.1989: Justus Frantz (Klavier)
2) Weitere Informationen zu einzelnen hier aufgeführten Konzertveranstaltungen lassen sich ggf. auch im Nachhinein noch über entsprechende Internetrecherche ausfindig machen.
3) Die Musikhalle Hamburg wurde im Januar 2005 in "Laeiszhalle" rückbenannt. (vgl. Wikipedia)
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Video-/ Hörbeispiele: PDF (Bach, Beethoven, Bruckner, Wagner) Im Hinblick auf das nicht mehr verfügbare Video mit dem Klavierkonzert Nr.5 von Beethoven unter der oben aufgeführten PDF-Datei sei auf folgenden Ersatz hingewiesen: https://www.youtube.com/watch?v=ojWQwdFwI3c
Hier folgende Ergänzung zu Knappertsbusch: Wagner - Götterdämmerung, Knappertsbusch, Bayreuth '51: PDF (!!) (Abruf: 20.12.2021)
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Überdies zahlreiche Besuche von Museen und Kunstausstellungen